• Auf zu neuen Ufern!

    Yachtcharter und Yachtverkauf von Yachting 2000.

Sicherungsschein

Absicherung Charterzahlung/2017 (pdf)

Versicherungsantrag/ Yacht-Pool/ 2017 (pdf)

Charter-Preis Absicherung der Yacht-Pool Versicherung
Seit neuestem können wir all unseren Kunden eine Charter-Preis Absicherung der Deutschen Yacht-Pool Versicherungs GmbH mit dem sogenannten "Sicherungsschein" kostenlos anbieten.

Hierbei übernimmt die Yacht-Pool Versicherungs GmbH die Verpflichtung zur Rückzahlung aller geleisteten und noch nicht verbrauchten Reisepreiszahlungen (Charterzahlungen) infolge einer Insolvenz des Veranstalters.

Yachting 2000 hat als eines der wenigen Charterunternehmen am Markt dieses Qualitätszertifikat von der Deutschen Yacht-Pool Versicherungs GmbH erhalten.

Die Charterpreiszahlungen unserer Kunden sind daher bis zur Erfüllung der vertraglich vereinbarten Leistungen zu 100% abgesichert. Der Kunde trägt bei Yachting 2000 mit seiner Anzahlung keinerlei Risiko.

Daher künftig nur noch chartern mit Sicherungsschein!
Yachting 2000 Ihr verlässlicher Partner




Was Sie bei Abschluss eines Chartervertrages beachten sollten:

Aus sehr begründeten Anlass möchten wir sie wieder einmal deutlich auf die Notwendigkeit hinweisen sich Ihre Charterzahlungen entsprechend gegen das Insolvenzrisiko der Agentur an die Sie die Anzahlung leisten ebenso wie gegen den Flottenbetreiber an den Ihre Zahlung weitergeleitet wird, abzusichern. Die wirtschaftlichen Verhältnisse im Chartergeschäft sind insbesondere in südlichen Ländern nicht leichter geworden. Die Insolvenzen in der Charterbrache in der Vergangenheit haben uns deutlich gezeigt, dass auch noch so klingende Namen nichts über das ökonomische Innenleben einer Firma aussagen. Eine wasserdichte Absicherung der Kundenzahlungen ist deshalb fair, legitim und heute dringender als je erforderlich. Dieses Thema hat sich zunehmend verschärft, denn die geforderten Anzahlungen haben sich in den letzten Jahren stetig erhöht und damit steigt auch das Risiko des Charterers, der mit seinen Zahlungen in finanzielle Vorleistung geht.

YACHT-POOL als Pionier, auch auf diesem Gebiet der Absicherung der Charterskipper, hat dazu bereits vor vielen Jahren einen entsprechenden Sicherungsschein entwickelt, der nach unserer Auffassung die mit größtem Abstand höchste Sicherheit zur Abdeckung dieses Risikos bietet.

Wir bieten unseren Kunden den YACHT-POOL Sicherungsschein, weil nach unserer Prüfung dieser Schein sowohl was die Eindeutigkeit der Absicherung anbelangt, als auch was die Höhe der Deckungssumme betrifft, nach unserem Erkenntnisstand das weitaus beste Angebot darstellt.

Aus diesem Grund haben wir auch seit Jahren den YACHT-POOL-Sicherungsschein allen unseren Kunden als Absicherung Ihrer Anzahlungen kostenlos ausgehändigt.

Wir möchten in diesem Zusammenhang aber auch darauf hinweisen, dass das zunehmende Bewusstsein der Charterkunden nach entsprechender Absicherung ihrer Charterzahlung einen entsprechenden Nachfragedruck erzeugt hat, der auch Nachahmer zu dem von YACHT-POOL entwickelten Sicherungsschein auf den Plan gerufen hat. Mit dem Nachteil, dass einige dieser Scheine mehr „Schein als Sicherheit“ sind und nicht das halten, was der Charterskipper erwartet und erwarten darf, nämlich eine ordentliche Bonitätsprüfung der Firmen, in dessen Hände die Charterzahlungen gelangen (sowohl Agentur- als auch Flottenbetreiber) und vor allem eine entsprechende Deckungssumme im Kleingedruckten.

Den YACHT-POOL Sicherungsschein erhalten Sie allerdings nur von guten Agenturen, die sie wiederum nur für geprüfte Flottenbetreiber ausgeben dürfen, die bei YACHT-POOL gelistet sind und jährlich Ihre Bilanzen vorlegen müssen. Diese Scheine erhalten Sie in der Regel von solchen Agenturen, wie von uns auch, kostenlos. Es gibt aber auch sozusagen „Sicherungsscheine light“ auf dem Markt, die eine unakzeptable niedere (sinnlose) Deckungssumme aufweisen und damit ohne entsprechende Bonitätsprüfung auch für Agenturen und Flottenbetreiber ohne entsprechende Bonität ausgegeben werden können, weil eben das abgesicherte Risiko im Kleingedruckten - zu Lasten des Kunden (und für den Kunden schwer verständlich) - entsprechend beschränkt ist. Dem YACHT-POOL-Sicherungsschein und uns liegt aber eine andere Philosophie zugrunde. Denn die Absicherung des Geldes ist eine Sache, aber mit diesem Sicherungsschein soll auch implizit ein Signal gesetzt werden, von dem der Charterkunde annehmen kann, dass auch „alles Übrige“ in Ordnung ist. Ein enorm wichtiger Nebenaspekt der strengen Bonitätsprüfung.

Handelt es sich aber um einen „Sicherungsschein light“, der von anderen Versicherungsanbietern, sozusagen als „goody“ für den Abschluss einer Versicherung als Draufgabe mitgegeben wird, so sagt dieser Sicherungsschein über die Bonität des Vercharterer gar nichts, weil diesen Scheinen eben keine solide Bonitätsprüfung der Charterfirma zugrunde liegt. Der Grund, warum so ein Sicherungsschein so locker ausgegeben werden kann, liegt daran, dass die Leistung im Kleingedruckten eben entsprechend minimiert ist. Das merkt der Kunde aber erst im Schadenfall.

 

Unser Anliegen ist es Sie in allen Charter-relevanten Bereichen optimal zu beraten und zu betreuen. Und dazu gehört auch Sie mit wichtigen Informationen zu versorgen.

Für weitere Fragen sind wir ständig für Sie da!

Ihr Josef Limberger
Yachting 2000

“Noch besser Chartern“

Oder was kostet “billig“

Natürlich schaut jeder beim Tanken auf den Preis. Denn die billigere Tankstelle ist normalerweise auch die Beste. Denn Benzin ist Benzin und Diesel ist Diesel. Hier handelt es sich um ein homogenes Gut.

Völlig anders ist dies bei allen Dienstleistungen und damit auch beim Chartern.

Leider sieht die Praxis aber vielfach so aus, dass der Preis für die Entscheidung eines bestimmten Charter-Angebotes der dominante Faktor ist. Der Grund dafür ist, dass vielfach die Unterschiede der Qualität der Leistung nicht richtig beurteilt werden können. Dies ist verständlich, denn vieles ist Vertrauen. Vertrauen, dass das, mitunter sehr komplexe Paket der Leistung, den berechtigten Erwartungen entspricht.

Bezogen auf den Charterbereich heißt das konkret, dass z.B. Funktionsfähigkeit, Ausrüstung und Komfort des gecharterten Schiffes sich in top Zustand befinden. Denn es geht in diesem Fall auch ganz klar um das Thema Sicherheit. Wieviel von den einzelnen Firmen dazu an dem dafür notwendigen Aufwand betrieben wird ist allerdings sehr unterschiedlich.

Um dieses Problem einzugrenzen schaut man als Charterer eventuell noch auf das Baujahr des zu charternden Schiffes. Aber auch das ist in der Praxis bei weitem keine Garantie für die Gesamtqualität des Angebotes.

Denn es gibt genügend Beispiele von Schiffen, die schon einige Jahre alt sind, aber noch immer top gepflegt und von neuen Schiffen, die entweder noch über jede Menge von Kinderkrankheiten verfügen oder wo es eben schlicht an der Wartung fehlt.

Yacht-Pool, der wohl erfahrenste Versicherer und Kenner der Charterbranche schreibt dazu:

“Die Briefe, die wir in nicht geringer Zahl bekommen, in denen uns die Skipper ihre Enttäuschungen und ihre positiven Erfahrungen mitteilen, geben dazu beredtes Zeugnis ab.“

Und gerade jüngst hat Yacht-Pool wieder tausende seiner Kunden um Mitteilung ihrer negativen und positiven Erfahrungen bei den weltweit verschiedenen Charterfirmen, gebeten.

Das Ergebnis dabei war sehr signifikant. “Je “günstiger“ der Charterpreis, je höher der Grad der Enttäuschung.“

Die Negativpunkte betrafen dabei nicht nur den Zustand der Schiffe, sondern mitunter das gesamte Geschäftsgebaren, wie z.B.: sehr lässige Einweisungen, aber dafür sehr genaue Überprüfung bei der Rückgabe, wo dann z.B. Schäden am Kiel festgestellt wurden, die nachweislich nicht verursacht wurden, oder z.B. unberechtigte Einbehalte der gesamten Kaution für defekte Zündkerzen, die während der Charter ausgewechselt werden mussten. Eindeutig war, dass das Alter der Schiffe bei den Reklamationen eine untergeordnete Rolle spielte. Marketingmaßnahmen, die über “Billigangebote“ gingen allerdings sehr wohl.

Ein Beispiel eines besonders “günstigen“ Angebotes bestand z.B. darin, dass mit dem Charter-Preis auch gleichzeitig eine “kostenlose“ Skipperhaftpflicht-Versicherung angeboten wurde. Der Skipper ließ sich dieses Schnäppchen nicht entgehen. Das “kleine“ Problem: Der Skipper ging davon aus dass “Skipper-Haftpflicht“ gleich “Skipper-Haftpflicht“ ist. Ein fataler Irrtum. Denn bei dieser sehr günstigen Skipperhaftpflicht fehlte der Halbsatz

“…versichert sind auch Schäden am Schiff aus grober Fahrlässigkeit.“ Und es kam wie es kommen musste. Der Skipper übersah eine Untiefe(war grob fahrlässig), lief auf und verursachte einen Schaden über ca. € 56.0000,-.

Zum Glück nur mit 3 Kn, wären es mehr gewesen, sprächen wir wahrscheinlich über einen Totalschaden, von € 250.000,- oder mehr.

Der Kasko-Versicherer zahlte vorerst, nahm aber dann Rückgriff auf den haftenden Skipper, der nahm dies vorerst mit Gelassenheit, denn er wusste aus der Werbung von Yacht-Pool (dem Erfinder der Skipper-Haftpflicht), dass er mit der Skipper-Haftpflicht auch gegen dieses Risiko abgesichert sei.

Ein Irrtum, denn nicht überall ist offensichtlich “Skipper-Haftpflicht“ drin, wo Skipper-Haftpflicht draufsteht.

Ein sehr krasses Beispiel und eine sehr harte Erfahrung für den Skipper. Ein Grund übrigens auch, dass wir in der Vorselektion unserer Partner die Leistungen und Reputation sehr sorgfältig, im Sinne unserer Kunden, überprüfen und deshalb in unseren Empfehlungen nie etwas anderes in Frage kam als Yacht-Pool

Ein weiterer Punkt, dem von den Skippern offensichtlich zu wenig Bedeutung zugemessen wird, ist die Absicherung der Charterzahlungen, über die ebenfalls von Yacht-Pool entwickelte “Charter-Zahlungs-Garantie“ durch den sogenannten Sicherungsschein. Dieser Sicherungsschein darf von Agenturen und Flottenbetreibern nur ausgegeben werden, die sich jährlich einer strengen Bonitätsprüfung von Yacht-Pool unterziehen. Dazu haben sie jährlich ihre Bilanzen bzw. betrieblichen Kennzahlen einzureichen. Und nur bei positivem Prüfergebnis können sie “Member des YACHT-POOL Financial Security Systems“ werden.

Neben der Tatsache, dass damit der Verlust der Charterzahlungen der Kunden aus der Insolvenz der Charteragentur oder des Flottenbetreibers abgesichert ist, ergibt sich daraus auch der erhebliche Nebeneffekt, dass nur wirtschaftlich gesunde Unternehmen auf Dauer in der Lage sind, die Schiffe in Schuss zu halten (das kostet nämlich Geld!) und solche Firmen auch in der Regel auf “Sondereinnahmen“ durch nicht vertretbares Geschäftsgebaren verzichten können.

Übrigens auch bei der “Absicherung der Charter-Zahlungen“, die ebenfalls von Yacht-Pool entwickelt wurde, gibt es natürlich inzwischen Nachahmer, mit erheblichen negativen Abweichungen in dem was im Kleingeruckten steht und wo Enttäuschungen wohl auch nur eine Frage der Zeit sind.

Dass nicht jeder Charteranbieter über den Yacht-Pool Sicherungsschein verfügen kann liegt vor allem in der strengen Bonitätsprüfung von Yacht-Pool. Aber auch eine signifikante Kumulation Beschwerden kann trotz guter Bonität zur Ablehnung führen, weil von den Kunden bei Firmen, für die ein Yacht-Pool Sicherungsschein ausgegeben wird eben auch ein bestimmtes Niveau der Gesamtleistung erwartet wird.

Ein wunder Punkt beim Chartern sind auch die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen), die dem jeweiligen Chartervertrag zugrunde liegen.

Auch hier ist mitunter der “Hund begraben“ für sehr unerfreuliche Überraschungen des Skippers.

Die Probleme, die sich aus diesen “freiwilligen“ Vertragsvereinbarungen ergeben, werden vielfach sehr unterschätzt, denn vielfach handelt es sich dabei in rechtlichem Sinne um “private Vereinbarungen“ zwischen Charterer und Vercharterer.

Etwa, wenn (wie in verschiedenen AGB zu finden) für zu spätes zurückbringen des Schiffes 10% der Charter pro Stunde verlangt werden, was so viel heißt, dass für 10 Stunden Verspätung (z.B. auch unabhängig von aufkommendem Sturm) die doppelte Charter zu bezahlen ist.

Dies kann durch die erweiterte “Folgeschadenversicherung“ von Yacht-Pool gerade noch abgedeckt werden. Aber andere private Vereinbarungen in den AGB eben nicht.

Vorsicht ist auch geboten bei “Billigangeboten“ über Direktbuchungen bei unbekannten Charter-Portalen, die irgendwo im Ausland sitzen. Denn anders als bei der vertrauten Agentur, die auch einmal eingreifen kann, wenn es mit einem Flottenbetreiber nicht klappt ist der Skipper in so einem Fall in der Regel allein und im Ernstfall auch rechtlich in der Regel in einer schwierigen Situation.

Um diese Risiken zu minimieren, die aus unfairen und mitunter rechtlich sogar bedenklichen Formulierungen für den Charterer entstehen hat Yacht-Pool Allgemeine Geschäftsbedingungen des Chartervertrages entwickelt, in denen die berechtigten Interessen des Charterers und des Vercharterers in ausgewogener und fairer Art, und rechtlich fundiert, dargestellt sind.

Diese AGB werden von einer zunehmenden Anzahl von Charterfirmen, denen an einer fairen Kundenbeziehung gelegen ist, unter dem Markennamen “Yacht-Pool Charter Fairtrag“ angeboten. Diese Bedingungen liegen in allen charter-relevanten Sprachen vor und können von der Homepage von Yacht-Pool kostenfrei heruntergeladen werden.

Selbstverständlich findet die Vercharterung unserer Flotte ebenfalls auf Grundlage dieser fairen Geschäftsbedingungen statt.

Das Fazit, das wir aus diesem Meeting “Faires Chartern“ mitgenommen haben:

  • Die billigste Charter kann am Ende sehr schnell die teuerste sein (z. B. billige oder geschenkte Skipper-Haftpflicht)
  • Optimale Sicherheit kann nur mit einem kostenintensiven Wartungsprogramm erfolgen und mit den dafür notwendigen Investitionen (nicht möglich mit Preisen, die außerhalb des Marktes liegen).
  • Die Verantwortung für die Betriebssicherheit und Seetüchtigkeit liegt zu einem klar definierten Teil beim Vercharterer und kann nicht durch unfaire Klauseln in den AGB des Chartervertrages auf den Charterer übertragen werden (Yacht-Pool Charter-Fairtrag)
  • Die finanziellen Vorleistungen des Kunden müssen durch eine entsprechende Garantie abgesichert sein (YACHT-POOL Sicherungsschein)

Wer diese Punkte beachtet, der hat schon einmal die Spreu vom Weizen getrennt. Und, wenn er beim Chartern selbst, die gleiche Sorgfalt anwendet, gehört sein Charter-Törn sicher zu einer der schönsten Zeit des Jahres.

 

 

 

Yacht-Pool Crew empfiehlt: unsere Tipps zur Schadenvermeidung bei Yacht-Charter

The ABC of Safety

Attention to Be Careful

Gefahren vorsorglich erkennen und richtig abwenden!

 

Es zeigt sich in jeder Saison: es gibt Schäden, die passieren immer wieder. Viele Gefahren kennt „man“ eigentlich, viele sind einem aber nicht immer mehr im Gedächtnis. Wenn man sich aber dieser möglichen, wiederkehrenden Schäden bewusst ist, dann kann man sich auch gezielt auf diese Problemsituationen vorbereiten und somit entsprechenden Schaden soweit wie möglich von vornherein vermeiden.

Der folgende Katalog vermeidbarer Schäden soll unnötigen Ärger sowie Kosten ersparen und somit zum friedvollen Miteinander der Crews, Vercharterer und Versicherer beitragen.

 

  • Yachtübernahme
  • 100% gründliche Schiffsübernahme ist absolut nötig (keine Hetze!)!
  • Die Verantwortung für die übernommene Yacht liegt beim Skipper.
  • Der Skipper bestätigt im Übergabeprotokoll den festgestellten Bootszustand.
    So vermeiden Sie Missverständnisse bzgl. zu Unrecht einbehaltener Kautionen (weil Vorschäden).
  • Nach dem Törn neu festgestellte Schäden, sind somit aus Sicht des Vercharteres während Ihres Törns entstanden.
  • Yachtrücknahme
  • Melden Sie alle während des Törns aufgetretene Probleme der Yacht direkt bei der Rückgabe.
  • Wir gehen davon aus, dass die über uns versicherten Skipper Schäden, die Sie schuldhaft verursachen an der Basis auch dann melden, wenn sie nicht offensichtlich sind. Denn, wenn sie durch fehlerhaftes Verhalten des Skippers oder der Crew verursacht wurden, werden sie ja von uns (entsprechende Versicherung vorausgesetzt) übernommen
  • Einbehaltene Kautionen bitte (insbesondere bei vermeintlich unberechtigtem Einbehalt) umgehend bei YACHT-POOL melden.
  • Schäden oder die Rückgabe der unbeschädigten Yacht sind von der Basis in einem schriftlichen Protokoll zu bestätigen.
  • Bestehen Sie auf eine ordentliche Abnahme und dem Vermerk im Protokoll, dass nachträglich festgestellte Schäden nicht akzeptiert werden.
  • Motor: Ölstand kontrollieren
  • Alle Schiffsmotoren verbrauchen Motoröl.
  • Regelmäßige Kontrollen des Ölstandes reduzieren Motorschäden immens!
  • Behalten Sie einen kurzfristigen Kontrollrhythmus während des Törns bei!
  • Motorschäden sind teuer.
  • Dies gilt nicht nur für Motorboote!
  • Aber: Sprechen Sie mit dem Vercharterer ab, ob und wie oft Sie kontrollieren sollen. Manche Firmen bevorzugen, dass Sie den Motorraum nicht öffnen.
  • Motor: Überhitzung durch mangelhafte Kühlung
  • Bei Bootsübernahme sollten Motor und Auspuff (Ton, Wasserdurchsatz) erklärt werden.
  • Halten Sie die Temperauranzeige im Auge.
  • Bei Überhitzung sofort Motor abstellen und überprüfen.
  • Häufiger Grund: defekter Wasserpumpenimpeller oder Plastikstück vorm Kühlwassereinlass
  • Verbrannte Zylinderköpfe sind teuer!
  • Motor: Zündschlüssel bzw. Power On/Off Schalter
  • Niemals bei laufendem Motor Zündschlüssel bzw. Power On/Off Schalter betätigen.
  • Niemals bei laufendem Motor Batteriehauptschalter drehen (kann Lichtmaschinenregler zerstören).
  • Nach Abstellen des Motors durch den Stoppzug, Powerschalter auf „Off“ bzw.
  • Nach Abstellen des Motors, Zündschlüssel zurückdrehen (Zündung aus), sonst entleert sich die Batterie.
  • Achtung häufiger Fehler! Eine hierdurch tiefentladene Batterie ist in der Regel zerstört.
  • Getriebeschaden durch Leinen in der Schraube
  • Bei Leinen/Ketten in Schraubennähe: Getriebe immer auf Leerlauf! (z.B. in Marinas oder beim Ankern)
  • Achtung bei dünnen Nylonleinen von Anglern (evtl. Rufkontakt bei Häfen und Tankstellen nötig)
  • Im Notfall: tauchen und mit Messer die Leinen entfernen. Aber –
  • ACHTUNG: nicht in unmittelbarer Hafennähe tauchen (ist z.B. in Kroatien strengstens verboten!)
  • Antrieb und Schaltung

            Unterschied zwischen Sail-Drive und starrer Welle mit Fest- oder Faltpropeller:

  • Yachten mit Sail-Drive und Festpropeller: Welle beim Segeln mitlaufen lassen (Getriebe kann sonst blockieren!)
  • Yachten mit starrer Welle und Festpropeller: Rückwärtsgang einlegen , um Welle zu stoppen. Das schont die Lager.
  • Getriebe nicht mit übermäßigem Kraftaufwand schalten (auch nicht Gang- und Gaszug).
  • Beim Wechsel vom Vorwärts- in den Rückwärtsgang kurze Pause einlegen.
  • Bei Yachten mit starrer Welle und Festpropeller kann der Leerlauf zum Starten des Motors erst wieder eingelegt werden, wenn das Schiff kaum noch Fahrt macht, da sonst zuviel Druck auf dem Propeller ist.
  • Rückwärtsfahren – Gefahr von Ruderschäden
  • Beim Rückwärtsfahren das Steuerrad gut festhalten und langsam fahren
  • Achtung: Das Ruderblatt wird “von der falschen Seite“ angeströmt, wodurch schnell das Steuerrad aus der Hand gerissen wird.
  • Am besten das Ruder anfangs in Mittelstellung legen, etwas Gas geben (bis Schiff in Fahrt), dann Gas zurück nehmen und steuern.
  • Segeln unter Motor
  • Bootsmotoren werden bei Schräglagen von mehr als ca. 10% nicht mehr ausreichend geschmiert!
  • Bei Starkwind mit Großsegel und laufendem Motor zu segeln kann für den Motor tödlich sein!
  • Zur Not, aber nur für kurze Zeit, mit gereffter Rollfock und Motor segeln.
  • Motorschäden wegen Ölmangels können teuer werden. Achtung!
  • Segel: Rollgroßanlage – Stellung des Arretierhebels
  • Bei Bedienung der Rollgroßanlage stets die Stellung des Arretierhebels beachten! Informieren Sie sich, wo er angebracht ist (meist an der Mastwinsch).
  • Hebelstellung (nur) beim Segelausrollen: „free“! Danach immer wieder auf „ratchet“ stellen!
  • Auch nach dem Reffen wieder auf „ratchet“ stellen (ansonsten zu viel Druck auf Leine)
  • Beim Einrollen des Segels beide Stopper der Endlosleine öffnen und stets so einrollen, dass sich die Mastwinsch beim Einrollen im Uhrzeigersinn dreht (sonst rollt sich das Segel verkehrt herum ein und steckt fest).
  • Falls das Achterliekbändsel durchgesetzt wurde und vor dem Einrollen des Großsegels nicht geöffnet wird, kann es beim erneuten Segelsetzen zu Blockadeproblemen kommen. Segelverschleiß !
  • Segel: Ausreißen des achteren Reffauges bei ungesicherten Reffleinen (nicht bei Rollgroßanlagen)
  • Um ungewolltes Ausrauschen im gerefften Zustand zu vermeiden, müssen die Reffleinen, die am vorderen Baumende austreten, gut belegt sein!
  • Durch die plötzliche Vollbelastung kann ansonsten das achtere Reffauge ausreißen.
  • Am besten wird das achtere Reffauge zusätzlich mit einem Bändsel am Baum gesichert.
  • Segel: Rollfockanlagen
  • Ein nicht richtig durchgesetztes Fockfall kann zum Bruch des Vorstags führen (Überbelastung!
  • Ein zu loses Fockfall kann sich beim Ein- oder Ausrollen der Genua um den oberen Rollfockbeschlag wickeln. Wird dadurch das Vorstag mitgedreht, kann es reißen (vor allem bei Einsatz von Winschen). Mögliche Folge: Fallen des Mastes!
  • Prüfen Sie häufig die Spannung des Fockfalls (kann versehentlich gelöst worden sein).
  • Achtung: Grund für Widerstand beim Genuarollen kann neben fehlender Fockfallspannung auch ein vertörntes Spifall sein!
  • Rollfockanlage immer gefühlvoll bedienen (am besten ohne Winschen!).
  • Bei Einrollen der Genua die Schot der Rollfockanlage auf leichter Spannung halten. So vermeiden Sie Verwicklungen in der Trommel.
  • Segel: Killen des Achterlieks der Genua
  • Von Zeit zu Zeit Achterliek der Genua prüfen!
  • Eine Rollgenua setzt stets präzise Holepunkteinstellungen voraus. Je größer die Segelfläche, desto weiter muss der Holepunkt nach achtern und umgekehrt.
  • Auf Am-Wind-Kurs ist die Idealstellung der Holepunkte erreicht, wenn Unterliek und Achterliek ca. dieselbe Spannung haben. Faustregel: Schot „teilt“ das Schothorndreieck.
  • Durch den besonderen Schnitt einer Rollgenua im Gegensatz zu einer normalen Genua killt (flattert) auf allen anderen Kursen häufig das Achterliek im oberen Drittel. Abhilfe: Schoten dichter holen oder Holepunkte nach vorne versetzen! (Nicht Dichtnehmen des Achterliekbändsels. Bremst!)
  • Eine optimierte Einstellung von Holepunkten und Schoten schont Segel und macht das Schiff schneller.
  • Segel: Blistersegeln
  • Vor Setzen und Bergen des Blisters immer Spifall klarieren (frei vom Vorstag). Ansonsten- Gefahr des Fallabrisses beim Ein- oder Ausrollen der Genua.
  • Der Blister ist ein Leichtwindsegel, daher sollten gerade ungeübte Crews spätestens bei ca. 10kn Wind anfangen zu bergen
  • Segel: Segelfläche
  • Achten Sie auf eine dem Wetter angemessene Segelfläche. Denn mehr Segel heißt nicht immer mehr Geschwindigkeit. Das Gegenteil kann der Fall sein.
  • Reffen Sie rechtzeitig, wenn entsprechende Wetterbedingungen sich ankündigen.
  • Segelschäden passieren oft durch überdimensionierte Segelfläche.
  • Winschen belegen
  • Winschen immer am besten mit 4 (!) Schlägen belegen, damit die Zugkräfte von der Winschtrommel aufgefangen und nicht direkt auf den kleinen Metallarm, der die Schot ablaufen lässt, gehen (bricht sonst).
  • Achtung: Achten Sie auf die Finger, wenn Sie die Schot um die Winsch legen. Finger von der Winsch freihalten. Gefährlich, wenn Zug auf die Schoten kommt. Dies ist ein ganz wichtiger Punkt, Ihre Crewmitglieder eindringlichst darauf hinweisen! Quetschungen der Finger durch Unachtsamkeit sind immer wiederkehrende Unfälle.
  • Autopilot
  • Der Autopilot unterstützt am besten bei längerem Geradeausfahren unter Motor (z.B. bei Flaute).
  • Vorsicht unter Segel: Bei starkem Ruderdruck und Wellengang kann der Autopilot Probleme durch ständige Kurskorrekturen bekommen und beschädigt werden!
  • Bei Vorwindkursen kann der Autopilot allerdings sogar der bessere Rudergänger sein.
  • Hinweis zum Außenplotter
  • Der Außenplotter ist NICHT die Seekarte, wie viele meinen. Er ist nur ein Hilfsmittel. Die Anzeigen können ungenau sein.
  • Schäden, die entstehen wenn ohne Seekarte navigiert wird, kann der Versicherer ablehnen.
  • Seeventile und Luken
  • Seeventile (außer beim Motor) und Luken stets während der Fahrt geschlossen halten!
  • Gefährlicher Wassereintritt kann so vermieden werden.
  • Schiffsluken
  • Stellen Sie sich nicht auf die Schiffsluken! Sie verbiegen sich bei starkem Gewicht und werden undicht und können auch brechen.
  • Achtung: Ist das Luk nur abgesenkt und auf den Verschlusshebeln aufliegend, reicht eine kurze, stärkere Belastung, um die Hebel zu verbiegen bzw. abzubrechen!
  • Das Aufliegen der Luken auf den Verschlusshebeln wird verhindert, wenn Sie sie nach der Öffnung in der Stellung belassen, in der das Luk geöffnet wurde.
  • Bordtoilette Bei Yachtübergabe: einwandfreie Funktion vorführen lassen (!) und alle WC´s einmal durchpumpen. Denn ein immer wiederkehrendes Problem, stellen verstopfte Toiletten dar. Besonders ärgerlich, wenn man dieses Problem nicht selbst verursacht, sondern vom Vorgänger übernommen hat. Lösen Sie dieses Problem mit dem Milchtest. Sie leeren etwas Milch in die Toilette und pumpen sie raus. Außerbords sehen Sie so sehr schnell und unkompliziert, ob die Toilette richtig entleert oder nicht.
  • Vor jedem Gebrauch Seeventile öffnen und danach wieder schließen!
  • Vor jedem Gebrauch einmal durchpumpen.
  • Nach Gebrauch mindestens 15- bis 20-mal pumpen, um sicherzustellen, dass keine Rückstände in der Pumpe oder an den Ventilen verbleiben.
  • Niemals Papier oder feste Gegenstände in die Bordtoilette!
  • Wassertank - Dieseltank
  • Achtung: auf keinen Fall Wasser- und Dieseltank verwechseln (passiert öfter!)!
  • Die so entstehenden Kosten deckt KEINE Versicherung.
  • Dinghi Gehen Sie vorsichtig mit den Beibooten um!
  • Dinghi niemals hinter der Yacht herziehen, da starke Zugkräfte die Halterungen oder das Tau des Beibootes abreißen können.
  • Auch bei geringer Geschwindigkeit (z.B. in Marinas) nie Beiboot mit AB-Motor nachziehen.
  • Das Beiboot niemals über Felsen oder steinige Strände ziehen (Beschädigungsgefahr).
  • Lassen Sie das Dinghi nie aus den Augen, wenn Sie an Land gehen. Insbesondere nachts. Diebstahlgefahr ist groß.

 

  • Abhalten einer Yacht
  • Abhalten oder Abstützen eines Schiffes von anderen Yachten oder Stegen immer nur mit Fender! Abstützen am Rumpf des Schiffes mit Händen oder Füßen ist sehr gefährlich: (Quetschungsgefahr!) und soll deshalb unbedingt unterlassen werden.
  • Niemals an Relingsdraht oder Relingstützen drücken (Stützen verbiegen sich!).
  • Verbogene Relingfüße können zu Wassereintritt führen.
  • Bei Creweinweisung hierauf nochmals explizit hinweisen!
  • Grundberührungen
  • Informieren Sie sich vor Törnbeginn in der Basis über Untiefen und weitere Gefahrenzonen im Revier.
  • Notieren Sie entsprechende Hinweise in der Seekarte.
  • Informieren Sie sich über sichere Ankerplätze und die Beschaffenheit des Ankergrundes.
  • Achten Sie bei ALLEN Schiffsmanövern auf mögliche Rumpfbeschädigungen (auch seitliche)!
  • Vorsicht auch bei allen Hafen Ein- und Ausfahrten!
  • Vorsicht beim Einparken in den Mooringsplatz. Hier passieren die meisten Schäden.
  • Bootsschuhwerk
  • Passende Bootsschuhe haben eine fein profilierte, helle Gummisohle.
  • Unpassend: Dunkle Gummisohlen (dunkle Striche auf dem Deck), Ledersohlen, Absätze. Grobe Profilsohlen können Steine einschließen, die Deck- und Kojenboden beschädigen.

YACHT-POOL wünscht Ihnen einen angenehmen und sicheren Törn sowie stets (mindestens) eine Handbreit Wasser unterm Kiel!

 

Noch ein paar Ratschläge

Wir empfehlen Ihnen mit Ihren Crewmitgliedern auch über die Möglichkeiten der Absicherungen der Charterrisiken über Charterversicherungen zu sprechen.

YACHT-POOL, Pionier der Charterversicherungen, bietet folgende Versicherungen an:

Skipper-Haftpflichtversicherung,

Skipper- und Crew-Unfallversicherung,

Charter-Kautionsversicherung,

erweiterte Charter-Folgeschadenversicherung,

erweiterte Charterrücktrittversicherung und

Versicherungen für Berufsskipper (Segellehrer, Kojencharter, etc)

 

Mehr Informationen: www.yacht-pool.com

Der Kunde von Yacht-Pool Versicherung erzählt : Versichert ist nicht versichert.

Versichert ist nicht versichert

Seit Jahren chartere ich in Kroatien stets beim selben Charterunternehmen Motoryachten, bislang zur größten Zufriedenheit. Schließlich sind die Yachten stets in Ordnung gehalten und vor allem haftpflicht- und vollkaskoversichert.

Kein vernünftiger Skipper würde sich darauf einlassen, ein Schiff zu chartern ohne die Gewissheit der vertraglichen Zusicherung, dass dieses auch entsprechend versichert ist. Obwohl niemand bei der Bu- chung an einen Unfall denken will, gehört ein ordentlicher Versicherungsschutz dazu.

Nur eines: Ob die gecharterte Yacht auch tatsächlich versichert ist oder nicht, kann der Skipper im Regel- fall nicht prüfen, insbesondere dann, wenn die Versicherungen bei einer kroatischen Versicherungsan- stalt abgeschlossen sind. Kein Chartergast kann den Versicherungsvertrag oder die -bedingungen lesen. Kein Chartergast weiß in Wirklichkeit, wann und unter welchen Bedingungen eine Versicherung von der Leistung frei wird oder nur beschränkt haftet, niemand weiß, ob vom Vercharterer die Prämien rechtzei- tig bezahlt wurden oder ob die Polizze überhaupt noch gültig ist.

Persönliche Haftung des Skippers

Und hier liegt das Problem: Als Skipper haftet man für jeden schuldhaft verursachten Schaden dem Ge- schädigten persönlich unmittelbar und ohne Schadensobergrenze. Die Frage des Versicherungsschutzes ist bloß eine, die Auswirkungen zwischen Vercharterer, dem Chartergast und dem Versicherungsunter- nehmen hat, vom Geschädigten kann der Schädiger immer direkt belangt und gegebenenfalls auch ge- klagt werden.

Diese rechtliche Konstellation kann unangenehm werden, selbst dann, wenn ohnehin voller Versiche- rungsschutz besteht und scheinbar „alles in Ordnung“ ist. Sie fragen sich: „Warum?“ Dann sollten Sie sich mein Erlebnis vor Augen führen:

Es war ein wunderschöner Tag, Anfang Juni 2014. Ich steuerte mit meiner 9-köpfigen Crew und unserer 19m-Motoryacht einen herrlichen Liegeplatz, der zu einem hervorragenden Lokal in Murter gehört, an. Neben dem freien Platz war bereits ein 75-Fuß-Schiff, eine wunderschöne fast neue Motoryacht, Eigner eine Firma mit Sitz auf Malta, verheftet. Leider erfasste während des Anlegemanövers völlig unerwartet eine plötzliche Böe sich drehenden Windes den Bug unseres Schiffes und trieb diesen an den Bug der anderen Yacht. Die Crew des Nachbarschiffes reagierte nicht mit Fendern, sodass unsere Reling den V- förmigen Bug der anderen Yacht unterhalb deren Deckkante berührte. Wir selbst waren zwar ausrei- chend am Schiffsrumpf gefendert, doch den Oberlauf der eigenen Reling zu schützen ist, wie jeder er- fahrene Skipper weiß, ein Ding der Unmöglichkeit.

Schaden: ein Kratzer

Ich schenkte der Sache vorerst keine weitere Aufmerksamkeit, da zwar der Kontakt mit der Reling von einem meiner Crewmitglieder bemerkt, aber von unserem Schiff aus keine Beschädigung an der Nach- baryacht erkannt wurde. Auch hatte die Crew des anderen Schiffes von einem Schaden nichts mitbe- kommen. Unsere Yacht war überhaupt völlig unbeschädigt. Erst 1 1⁄2 Stunden später bat mich der Skipper des Nachbarschiffes, ein Schweizer mit Wohnsitz in Monaco, an Bord und zeigte mir am Bug einen un- terbrochenen waagrechten Kratzer, der angeblich von diesem Manöver stammte. Dieser war in seiner Gesamtlänge etwa zwischen zwei und drei Meter lang und stellenweise sicherlich so tief, dass er nicht einfach weg zu polieren gewesen wäre. Da er sich in Höhe unserer Reling befand, schien mir die Scha- densursache plausibel, sodass ich sofort vorschlug, den Schaden beim Hafenkapitän zu melden. Der gegnerische Skipper wollte die Sache zuerst nur mit einem privaten Unfallprotokoll regeln, ich bestand jedoch auf eine amtliche Aufnahme.
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Auf polizeiliches Protokoll bestehen

Diese gestaltete sich nicht ganz einfach, weil der Hafenkapitän vorerst „wegen eines lächerlichen Krat- zers“ nicht bereit war, den Vorgang überhaupt zu Papier zu bringen. Erst als ich insistierte und darauf hinwies, dass das Fehlen eines polizeilichen Protokolls in Kroatien als Obliegenheitsverletzung gilt und zur Leistungsfreiheit des Haftpflichtversicherers führt, und demonstrativ andeutete, das Gespräch mit dem Handy aufzuzeichnen, war der Hafenkapitän bereit, ein Unfallprotokoll anzufertigen. Er drohte zwar vorerst an, jedenfalls eine Strafe von 1000.- Kuna für „schlechtes Manöver“ einheben zu wollen, ließ von diesem Vorhaben schließlich doch ab, als er zur Kenntnis nehmen musste, dass ich weiter auf die Schadensaufnahme bestand. Nach einer einstündigen Prozedur fielen dann 20 Kuna an Verwal- tungsgebühr an. Als Schaden wurde im Protokoll „Kratzer am Gelcoat“ vermerkt. Zusätzlich fertigte ich mit meinem Handy zwei Fotos von diesem Kratzer an, um diese der Versicherung mitzuliefern.

Am Ende unseres Törns gab ich das Unfallprotokoll bei meinem Vercharterer ab und lieferte auch elekt- ronisch die Schadensfotos.

Gut, haftpflichtversichert zu sein, dachte ich und strich den Vorfall aus meinem Gedächtnis.

Späte Überraschung

Knappe 10 Monate später, Anfang April 2015, kontaktierte mich unerwartet die kroatische Haftpflicht- versicherung, fragte mich nach eventuellen zusätzlichen Fotos bzw. nach einer genauen Schadensbe- schreibung. Dieser Aufforderung kam ich nach und legte den Fall geistig wieder „ad acta“.

Anfang Mai 2015 rief mich der Skipper der gegnerischen Yacht an und beklagte sich, dass die Versiche- rung, obwohl sie den Schaden anerkannt hätte, mit der Auszahlung der Schadenssumme im Verzug sei, daher müsse er sich nun an mich wenden. Er hätte den Schaden bereits bei einer sardischen Werft repa- rieren lassen, habe den vollen Schadensbetrag vorgestreckt und bestehe nun auf Ersatz. Ich sagte ihm zu, bei meinem Vercharterer auf rasche Schadensregulierung zu drängen, wurde aber stutzig, als der Unfallgegner plötzlich von einer Schadenssumme über € 30.000.- sprach.

Das ist doch eine Summe, bei der man als Jurist im Wissen um die grundsätzlich persönliche Haftung des Schädigers doch leicht zu schlucken beginnt. Gott sei Dank bin ich seit vielen Jahren Stammkunde bei der Yacht-Pool-Versicherungsservice GmbH, nicht nur als Eigner meines Privatbootes, sondern auch als Charter-Skipper. Ich kontaktierte sofort Dr. Friedrich Schöchl, den Erfinder der Skipper- Haftpflichtversicherung und graue Eminenz bei Yacht-Pool. Dieser beruhigte mich auf der Stelle und bestätigte mir, dass Yacht-Pool für den Fall, dass der kroatische Haftpflichtversicherer nicht oder nicht vollständig leisten müsse oder könne, subsidiär als Versicherer einspringen würde, da ich ja eine ausrei- chende Skipper-Haftpflichtversicherung hätte. Auch setzte sich Dr. Schöchl sofort persönlich bei meinem Vercharterer dafür ein, dass dieser entsprechenden Druck auf seinen kroatischen Versicherer auf rasche Schadensregulierung ausübe.

Gott sei Dank: Skipper-Haftpflicht

Anfang Juni 2015 schickte mir der gegnerische Skipper ein Angebot des kroatischen Haftpflichtversiche- rers über eine Schadensgutmachung in der Höhe von € 3.700.- und ersuchte mich um Stellungnahme. Eine solche konnte ich natürlich nicht abgeben, denn ich besaß keinerlei Information über das behaup- tete Schadensausmaß, ich bekam niemals einen Kostenvoranschlag zu Gesicht, man hat mir keinerlei Gelegenheit zu beweissichernden Maßnahmen gegeben, ich wurde einfach mit einer Rechnung eines fix fertig reparierten Schiffes und einem Schadensangebot des Haftpflichtversicherers konfrontiert. Natür- lich antwortete ich, dass ich schon mangels entsprechenden Sachverstandes keine Stellungnahme abge- ben könne.
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Angeblich € 40.000.- Schaden

Bereits Ende Juni wurde ich von der maltesischen Firma, vertreten durch einen Wiener Rechtsanwalt aufgefordert, knapp € 40.000.- als Schadenssumme anzuerkennen, widrigenfalls man mich an meinem Gerichtsstand in Wien verklagen werde. Der Aufforderung war eine von Intransparenz nur so strotzende italienische Reparaturrechnung beigeschlossen.

Eine mehr als unangenehme und „multinationale“ Situation: Unfallort Kroatien, Unfallgegner Schweizer mit Wohnsitz in Monaco, Eigner ist eine Firma auf Malta, Reparaturwerft hat den Sitz auf Sardinien, Haftpflichtversicherer hat Sitz in Kroatien und Gerichtsstand ist Wien. Theoretisch müsste ich dem kroa- tischen Haftpflichtversicherer den Streit verkünden, den Schadenersatzprozess mit oder ohne Haft- pflichtversicherer als Streitgenossen selbst durchfechten und im schlechtesten Fall hernach die entspre- chenden Versicherungssumme beim kroatischen Haftpflichtversicherer begehren. Für den Fall, dass dieser dann nicht leisten muss oder kann, würde natürlich die Skipper-Haftpflichtversicherung greifen.

Unbürokratisches Kundenservice

Ich kontaktierte sofort Herrn Dr. Schöchl, der mir ohne viel zu überlegen zusicherte, die Angelegenheit auch prozessual mit eigenen Anwälten auf eigene Kosten durchzufechten; schließlich habe ja auch die Skipper-Haftpflichtversicherung Interesse daran, ihre Kunden vor derartigen Unannehmlichkeiten zu schützen. Tatsächlich meldete sich schon wenige Tage später ein Wiener Rechtsanwalt, Vertrauensan- walt von Yacht-Pool bei mir, und bestätigte mir, mit meiner Vertretung beauftragt worden zu sein.

Diese Hilfe kam gerade recht, denn bereits wenige Wochen später flatterte tatsächlich eine Schadenser- satzklage in der angedrohten Höhe ins Haus, d.h. ein bedingter Zahlungsbefehl des Handelsgerichtes Wien als Seegericht, der nunmehr von meinem Anwalt beeinsprucht wird. In weiterer Folge wird das Gericht zur Verhandlung ausschreiben und durch meinen Anwalt dem kroatischen Versicherer der Streit verkündet werden. Eine immer noch unangenehme Situation, doch mit der stets verlässlichen Yacht- Pool im Rücken wesentlich nervenschonender zu ertragen als auf sich alleine gestellt.

Gerne werde ich über den Ausgang dieser Angelegenheit berichten, möchte aber allen Charter-Skippern oder jenen, die solche werden wollen, folgende Ratschläge geben:

Niemals ohne vertragliche Zusicherung ausreichender Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung chartern. Letztlich haftet nämlich der Vercharterer aus dem Vertrag für eine solche Versiche- rungszusage.
Niemals auf zusätzlichen Schutz durch eine Skipper-Haftpflichtversicherung vergessen.
Denn diese springt einerseits dann ein, wenn ein Haftpflichtversicherer nicht leisten muss oder (z.B. in Folge von Insolvenz) nicht kann. Andererseits bietet z.B. Yacht-Pool auch Kaskoschutz für Schäden an der gecharterten Yacht bei Vorliegen von grober Fahrlässigkeit; denn regelmäßig schließen die Kaskoversicherer von Charteryachten Haftung bei grober Fahrlässigkeit aus - und eine solche kann schnell einmal in den Raum gestellt sein (Übersehen einer Untiefe, schlechtes Verankern oder Verheften, Unterschätzen der Wettersituation usw.), da kann man dann schnell mit einer Forderung in Millionenhöhe konfrontiert sein.
Bei jedem Ereignis auf See, das zu einem Personen- und/oder Sachschaden führt, jedenfalls auf die Aufnahme eines amtlichen Protokolls durch den zuständigen Hafenkapitän bestehen. Ohne amtliche Aufnahme werden Versicherer regelmäßig von der Leistung frei. Lassen sie sich nicht abwimmeln, dokumentieren sie eine Weigerung, Schäden aufzunehmen mittels Tonaufnahme.

Dr. Gerhard Pürstl